Wesen

Der Labrador zeichnet sich durch seine Freundlichkeit und seinen Charme aus. Er besitzt keinerlei Aggressivität, lässt sich leicht erziehen, ist sehr unterordnungsfreudig und seinem Menschen treu ergeben. Gerne lebt er auch mit anderen Haustieren z. B. Katzen zusammen. Von Kindern ist der Labrador begeistert, liebt ihre Gesellschaft und besitzt eine große Toleranz.

Der Labrador liebt es zur Familie zu gehören und es allen recht zu machen. Deshalb geben sie auch keinen guten Wachhund ab, dieses war aber auch nie das Ziel der Zucht. Wichtiger waren Gesundheit, Arbeitsfreude und ein ausgeprägter “will to please” also das Bestreben, seinem Besitzer zu gefallen.

Sein Talent kann er auch bei Jagten in allen Bereichen einsetzen, wobei er sich nicht ablenken lassen darf. So kann er über große Distanzen hinweg gut gelenkt werden. Wenn es notwendig ist, arbeitet er auch selbstständig, wie z. B. ein verloren gegangenes Stück Wild zu finden. Seine Domäne ist die Wasserarbeit.

Sowohl bei uns, wie in seiner Heimat, ist der Labrador auch als Familienhund sehr beliebt. Er ist sehr anpassungsfähig, lässt sich nicht leicht aus der Ruhe bringen und ist überall gern dabei. Für die Zwingerhaltung ist er absolut ungeeignet, da er engen Kontakt zu seiner Familie braucht. Er eignet sich neben der Jagd für viele Arten der Hundeausbildung. Am meisten entspricht er natürlich der Apportierausbildung. Wer soziales Engagement mit der Beschäftigung des Hundes verbinden will, hat im Labrador einen idealen Partner für die Rettungshundearbeit. Außerdem ist er ein hervorragender Blindenhund, sowie Partnerhund für Behinderte.

Der Labrador fühlt sich auch als Familienhund – von allen geliebt – sehr wohl.

Ursprung und Geschichte

Wie die anderen Retriever ist auch der Labrador eine recht junge Rasse. Erst seit 1904 ist die Rasse vom englischen Kennel Club anerkannt worden.Die Wurzeln des Labradors liegen in Neufundland. Dort sind ca. 300 Jahre vor dem ersten Import von Lab´s nach England zwei berühmte Hunderassen entstanden: zum einen ein schwerer, großer und langhaariger Hund, der den Namen dieser Insel trägt, zum anderen ein kleinerer, den man in England den “St. John´s Dog” (in Neufundland: “Water Dog”) nannte.

Der St. John´s Dog, ein äußerst robuster, arbeitsfreudiger Hund, mit einem ausgezeichneten Geruchssinn. Er hatte dichtes, wasserabweisendes Fell, weshalb er auch unter den widrigsten Witterungsverhältnissen arbeiten konnte. Für die Einheimischen war er sozusagen “Mädchen für alles”. Er holte Netze ein, fing aus den Netzen entschlüpfte Fische und zeigte auf der Jagd hervorragende Leistungen als Apportierhund. Durch den regen Handelsverkehr zwischen Neufundland und Groß Britannien gelangten diese Hunde schon früh nach England, wo man bald ihre Qualitäten als Apportierer zu Wasser und auf dem Land erkannte. Aber erst viel später, 1870, wurden jene Vierbeiner erstmals auf einer Hundeausstellung in Birmingham nicht zusammen mit den Neufundländern, sondern als eigenständige Rasse, als Labrador Retriever gezeigt. In den folgenden Jahren wurde der Labrador immer beliebter, sowohl als Arbeits-, wie auch als Ausstellungshund. 1932, 1933 und 1937 wurde sogar jeweils ein Rassevertreter “Best in Show” auf der weltbekannten Cruft´s Dogshow in England.

Ursprünglich waren alle Labradors schwarz. Gelbe Welpen, die hin und wieder in einem Wurf vorkamen, wurden meist getötet. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts wurde auch der gelbe Farbschlag anerkannt und schnell sehr beliebt. Die dritte Farbvariante des Labradors, die allerdings noch nicht so häufig vorkommt, ist chocolatefarben, ein dunkles Braun.

 

Ich hoffe, sie haben mit den Artikeln einen kleinen Einblick über die Rasse bekommen.

Für weitere Fragen stehe ich ihnen gerne zur Verfügung.
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